Bundesverband deutscher Salerszücher und -halter

Die Rasse

Herkunft/Verbreitung

Die Rasse Salers gehört zu den ältesten Rinderrassen Frankreichs. Sie stammt aus den vulkanischen Bergen des französischen Zentralmassivs und gehört zum Rasseblock des europäischen Rotviehs.

Das Salers-Rind wird in Europa als eine der ältesten und genetisch reinsten angesehen.

In Frankreich gibt es mehr als 160 000 reinrassige Salers-Rinder, etwa 10% davon werden als Milchvieh gehalten. Die klimatischen Besonderheiten des Herkunftsgebietes prägte robuste und gegen Klimaschwankungen resistente Rinder. Die züchterische Bearbeitung der Rasse begann Anfang des 19. Jahrhunderts in der Umgebung des Städtchens Salers. Das Herdbuch wurde 1908 gegründet.

Die Rasse war ursprünglich eine Dreinutzungsrasse (Milch, Fleisch, Arbeit) wird aber seit 1960 auf Fleischleistungsmerkmale selektiert.


Fête de l’estive von ILACA

In Deutschland wird die Rasse seit 1988 züchterisch bearbeitet. Die Gründung des Bundesverband deutscher Salerszüchter erfolgte im Jahr 1993.

Beschreibung

Das Salers-Rind steht im mittleren bis großen Rahmen und hat  eine helle bis dunkel rotbraune  Mahagonyfarbe. Vereinzelt tritt ein schwarzes Gen auf. Das Haarkleid ist meist gelockt. Die Schleimhäute sind hell, die Haut braun pigmentiert. Der Kopf ist dreieckig, die Hörner haben eine charakteristische Lyraform und verbreitern sich im Alter. Hornlosigkeit kann auftreten.

Die Tiere haben einen geraden Rücken und ein langes und breites Becken bei gleichmäßiger guter Bemuskelung. Sie verfügen über starke, feste Gliedmaßen und harte schwarze Klauen.

Maße und Gewichte

weiblich männlich
Widerristhöhe, cm 147 157
Gewicht, kg 800 1050
Geburtsgewicht, kg 36 39
365-Tage-Gewicht, kg 320 435
tägl. Zunahme Jungbullen, g 1100

Offizielles Zuchtziel der Rasse Salers nach BDF-Beschluss

Eigenschaften

Salers-Rinder sind sehr robust. Beträchtliche Temperaturschwankungen bis zu 25 C°, sowie hohe Niederschlagsmengen von 1300 bis 2000 Liter/qm ertragen sie ohne Probleme.

Sie stellen keine hohen Ansprüche an die Fütterung, (geringer Futterverbrauch bei gleichzeitig hoher Gewichtszunahme). Aufgrund ihrer Herkunft verfügen sie über solide Fundamente und enorm harte, schwarze Klauen für eine hervorragende Weidetüchtigkeit. Auch für die Stall- und Spaltenbodenhaltung sind sie somit hervorragend geeignet.

Die Salers-Rinder sind sehr fruchtbar; Zwillingsgeburten sind keine Seltenheit.

Das besondere an dieser mittel- bis spätreifen Rasse ist eine für  Fleischrinderrassen ungewöhnlich hohe Milchleistung (3000-3500 kg Milch), die eine zügige Entwicklung der Kälber gewährleistet.

Weiterhin gelten die Tiere aufgrund ihrer weiten Beckenöffnung als sehr leichtkalbig. Die Kälber sind vital und frohwüchsig, und die Kühe haben hervorragende Muttereigenschaften. Die männlichen Absetzer eignen sich als Ochsen zur extensiven zweijährigen Weidemast oder als Bullen zur Intensivmast. Das Fleisch ist gut marmoriert und besitzt eine zarte Faser bei anerkannter Geschmacksqualität.

Als Mutterkuhgrundlage sind Salers zur Kreuzung mit Charolais bestens geeignet.

Leistungsdaten

Eigenleistungsfeldprüfung 2007 (ADR)

Leistungen
tägliche Zunahmen, g 1.236
Schlachtalter, Tage 469
Schlachtgewicht, kg 619

Zukunft und Zuchtziele

Das Zuchtziel besteht im Erhalt der Robustheit, der Milch- und Zuchtleistung bei weiterer Verbesserung der Fleischleistungsmerkmale Wüchsigkeit, Fleischansatz und Schlachtkörperqualität.

Unser aktueller Flyer zum Herunterladen

Salers Werbe-Video aus Amerika:
Beschreibung der Rasse mit ihren Merkmalen, ihren besonderen Eigenschaften und ihren Vorteilen.